Corporate Design

Bach-Archiv Leipzig – Design Manual

Kontinuität und Konsequenz sind wichtigste Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz eines visuellen Erscheinungsbildes, des Corporate Designs. Deshalb sind die nachfolgenden Regeln und Definitionen für die Kommunikation als verbindlich anzusehen.

Da das Corporate Design kein Korsett, sondern ein hilfreiches Werkzeug zur Kommunikation und Kreation sein sollte, wurde Wert auf ein solides Gestaltungs-Grundgerüst gelegt, welches mit minimalen Regeln und maximalem Gestaltungsspielraum ein Optimum an Wiedererkennbarkeit und Markenbildung garantiert, ohne eine individuelle Kommunikation zu beeinträchtigen.

 

Das Corporate Design und diese Dokumentation wurde entwickelt von
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Markenaufbau

Dachmarke

 

Alle Aktivitäten des Bach-Archivs Leipzig treten gemeinsam unter der Dachmarke »bach« auf, welche Bestandteil aller Submarken ist und diese zusammenfasst. Grafisch ist auch das Signet des Bach-Archivs Leipzig als Submarke zu werten.

 

 

Bach-Archiv

Die Submarke des Bach-Archivs Leipzig im Gestaltungsraster. Der Namenszusatz zur Dachmarke »bach« erfolgt in der Hausschrift Klavika.

 

 

Bachfest

Das Bachfest Leipzig stellt die publikumswirksamste Aktivität des Bach-Archivs dar. Die Submarke des Bachfests verwendet als einzige die geschwungene Typografie der Dachmarke.

 

 

Bach-Wettbewerb

Das Logo des Internationalen Bach-Wettbewerbs Leipzig orientiert sich am Logo des Bach-Archivs als Veranstalter.

 

 

Bach-Museum

Das Logo des Bach-Museums besteht aus der Dachmarke »bach« sowie dem Schriftzug »MUSEUM«, gesetzt in Versalien der zweiten Hausschrift Adobe Garamond. Dabei entspricht die Versalhöhe der Höhe der Kleinbuchstaben des »bach«-Schriftzugs. Der Zusatz »Leipzig« ist in der ersten Hausschrift Klavika ausgeführt.

Das Logo existiert in einer zweiten, einzeiligen Variante, welche für den Einsatz am Haus (Fassadengestaltung) konzipiert wurde. Auf Kommunikationsmitteln und Geschäftspapieren wird ausschließlich die dreizeilige Variante verwendet.

 

Typografie

Hausschriften

Als Hausschriften wurden zwei moderne Schriftfamilien ausgewählt, welche unterschiedliche Anwendungen abdecken und sich im wechselseitigen Einsatz gut ergänzen.

Die 2004 veröffentlichte Klavika dient als erste Hausschrift. Sie kommt in den Schriftschnitten Light und Bold sowie den jeweiligen Kursiv- und Kapitälchen-Schnitten zum Einsatz.

Ergänzt wird sie durch die zweite Hausschrift Adobe Garamond, welche ausschließlich in den Schriftschnitten Regular und Italic zum Einsatz kommt. Sie dient in ihrer klassischen Anmutung als Subline- und Kontrastschrift zur sehr modernen Klavika. Die Adobe Garamond wird ausschließlich gesperrt (50/1000-Geviert - entspricht einer Laufweite von 50 im Indesign) angewendet.

 

Fließtexte

Fließtexte werden in der Regel in der Klavika light gesetzt. Korrespondierend dazu können Texte auch in der Adobe Garamond gesetzt werden (beispielsweise Marginalspalten oder Bildbeschreibungen).

 

Fließtexte Standard

  • Klavika light, light italic, light caps
  • Schriftgröße 9pt
  • Zeilenabstand 12pt

korrespondierend

  • Adobe Garamond italic
  • Schriftgröße 9pt
  • Zeilenabstand 15pt

Laufweite 50/1000-Geviert (Einstellung 50 im Indesign)

 

Headlines/ Sublines

Überschriften und Unterzeilen werden im typografischen Wechselspiel zwischen Klavika und Adobe Garamond erstellt.

 

Überschriften

  • wahlweise in Klavika light oder bold
  • Versalschreibweise oder gemischte Schreibweise möglich
  • Schriftgröße variabel nach Bedarf
  • Zeilenabstand = Schriftgröße

Sublines

  • Adobe Garamond Regular Versalien
  • Schriftgröße wahlweise 10 pt / 12pt / 16pt
  • Zeilenabstand = Schriftgröße
  • maximal drei Zeilen
  • Laufweite 150/1000-Gevierte (Einstellung Laufweite 150 in Indesign)
  • Abstand zwischen Schriftgrundlinie Headline und Oberkante Subline: 1,5-fache der Versalhöhe der Subline
  • Abstand zwischen Schriftgrundlinie Subline und Oberkante Fließtext: 3-fache der Versalhöhe der Subline

Die Subline sollte nach Möglichkeit links aus dem Satzspiegel herausragen, um den Schriftbild mehr Dynamik zu verleihen. Die Verschiebung beträgt bei 10pt 8mm, bei 12pt 12 mm und bei 16pt 8mm.

 

Zusätzliche Textformate

Die Definitionen der Standardtypografie sind als verbindlich anzunehmen. Sollten inhaltliche Erfordernisse eine Abweichung notwendig werden lassen, so sind diese Abweichungen im Sinne der Standardtypografie vorzunehmen, beispielsweise durch proportionales Skalieren der definierten Werte.

Zusätzliche Stile wie Vortexte, Herausstellungen etc. können selbstständig mit den Hausschriften erstellt werden. Dabei sind folgende Vorgaben zu beachten:

 

Texte in Adobe Garamond

  • Adobe Garamond Regular in gemischter Schreibweise: Laufweite 50
  • Adobe Garamond Regular in Versalschreibweise: Laufweite 150
  • Adobe Garamond Italic ausschließlich in gemischter Schreibweise: Laufweite 50

Texte in Klavika

  • Alle Schnitte der Klavika Light und Klavika Bold zulässig
  • Mögliche Laufweiten: 0, 50, 150
  • In gemischter Schreibweise sollten die Mediävalziffern, in Versalschreibweise die Halbgeviertziffern zum Einsatz kommen.

 

Gestaltungsraster

Formate

 

Aus Gründen der Zweckmäßigkeit und aus Kostengründen wird bei der Erstellung von Werbemitteln auf die DIN-Formate zurückgegriffen. Begründete Ausnahmen – beispielsweise beim Programmbuch des Bachfestes – sind zulässig.

Für die Art der Falzungen sind keine Einschränkungen vorgesehen. Erlaubt sind also Heftungen, Leporellos im Wickel- und Zickzackfalz sowie Altarfalze.

 

  • DIN lang quer 210 x 105 mm, Anwendung: Leporellos, Mailings
  • DIN lang hoch 105 x 210 mm, Anwendung: Leporellos, Mailings, Programmhefte
  • DIN A6 quer 148,5 x 105 mm, Anwendung: Postkarten, Leporellos
  • DIN A6 hoch 105 x 148,5 mm, Anwendung: Postkarten, Leporellos
  • DIN A5 hoch 148 x 210 mm, Anwendung: Leporellos, Programmhefte
  • DIN A4 hoch 210 x 297 mm, Anwendung: Broschüren, Kataloge, Berichte
  • DIN A3 hoch 297 x 420 mm, Anwendung: Plakate
  • DIN A2 hoch 420 x 594 mm, Anwendung: Plakate
  • DIN A1 hoch 594 x 841 mm, Anwendung: Plakate
  • DIN A0 hoch 841 x 1189 mm, Anwendung: Plakate

Die Wiedererkennbarkeit wird vor allem durch die äußere Gestaltung bestimmt. Für die Gestaltung von Inhaltsseiten gibt es bis auf die typografischen Definitionen keine strengen Regeln und damit genug kreativen Freiraum für die Realisierung unterschiedlichster Kommunikationsmittel mit unterschiedlichsten Zielgruppen.

 

Titelgestaltung

Für alle Cover- und Plakatmotive sind folgende Elemente entsprechend der Maßangaben zu verwenden:

 

  • Weißer Rahmen
    Alle Motive werden von einem weißen Rahmen umrandet, dessen Stärke sich nach der Formatgröße richtet. Die Stärke des Rahmens ist der wichtigste Ausgangswert beim Aufbau des Gestaltungsrasters.
  • Textspiegel
    Der halbtransparente farbige Textspiegel in Form eines Parallelogramms ist wichtigstes Wiedererkennungsmerkmal des Erscheinungsbildes. Als modernes Formelement bringt er Frische und Kraft in die teilweise historischen Bildmotive. Die Farbigkeit ist frei wählbar und richtet sich nach Motiv, Zielgruppe und Kommunikationsziel.
  • Logo
    Das Absenderlogo steht immer unten rechts, bevorzugt weiß oder schwarz auf farbigem Grund. Die Logos weiterer Partner sind in geeigneter Weise am Corporate Design des Bach-Archivs auszurichten und stehen in gleicher Farbigkeit in einer Zeile mit dem Absenderlogo.
  • Internetadresse
    Oben rechts steht jeweils die Internetadresse des Absenders, welche so auch in Aufstellern lesbar bleibt.

 

Rahmen- und Logogrößen

Der Grundaufbau des Coverlayouts basiert auf die Stärke des weißen Rahmens. Die Rahmenstärke ist formatabhängig

  • DIN A5 sowie alle kleineren Formate: Rahmenstärke 4 mm.
  • DIN A4: Rahmenstärke 6 mm.
  • DIN A3: Rahmenstärke 8 mm.

Das Absenderlogo wird immer unten rechts platziert. Dabei beträgt der Abstand zum Rand das Doppelte der Rahmenstärke, gemessen von der äußeren unteren und rechten Kante des jeweiligen Logos. Die Logogrößen sind formatabhängig:

  • DIN A6 und CD-Cover: 75% der Dateigröße des Logos (EPS)
  • DIN A5 und DIN lang: 100% der Dateigröße des Logos (EPS)
  • DIN A4: 150% der Dateigröße des Logos (EPS)
  • DIN A3: 200% der Dateigröße des Logos (EPS)

Eine Ausnahme stellt das Bachfest-Logo auf Plakaten dar. Dieses darf auch wesentlich größer abgebildet werden, da das Logo gleichzeitig als Titelschriftzug funktioniert.

Plakate in den Formaten A2 bis A0 werden am Besten im Format DIN A3 angelegt, so dass alle Elemente proportional skaliert werden.

 

Das CityLight-Format (1185 x 1750 mm) wird am Besten im Format 237 x 350 mm (1/5 der Originalgröße) angelegt und mit den Maßangaben für das Format DIN A4 aufgebaut.

 

Textspiegel

Der Textspiegel in Form eines Parallelogramms hat eine Schrägstellung von 10 Grad. Die Farbigkeit ist frei wählbar und richtet sich nach Motiv, Zielgruppe und Kommunikationsziel. Der Textspiegel besteht aus zwei Elementen gleicher Farbe: Der schmale Bereich, der über den weißen Rahmen läuft, hat eine Farbdeckung von 100%, der Bereich über dem Motiv besitzt einen Transparenzwert von 80%.

Der Standardabstand zur Unterkante der Seite beträgt das 6-fache der Rahmenstärke. Ausnahme DIN-lang-Querformat: Hier beträgt der Standardabstand zur Unterkante das Doppelte der Rahmenstärke, schließt also mit der Unterkante des Logos ab. Der Abstand zum rechten Rand beträgt bei Hochformaten das Doppelte der Rahmenstärke, schließt also mit der rechten Kante des Logos ab.

Der Textspiegel kann in der Höhe verschoben werden, wenn das Motiv es erforderlich macht. Dabei ist mindestens ein Abstand von einer Rahmenbreite zum oberen Textblock (Internetadresse) einzuhalten.

Die Standardhöhe des Textspiegels (SH) beträgt für

  • DIN A5 und DIN lang: 47 mm
  • DIN A4: 66 mm
  • DIN A3: 93 mm
  • CD-Cover: 38 mm

Soll der Textspiegel mehr Inhalte als eine Überschrift fassen, längere Texte oder Programmübersichten, kann die Höhe flexibel angepasst werden.

Ein kreativer Umgang mit diesem Gestaltungselement ist erwünscht. So kann man sich beispielsweise auf einem Museumskatalog auch einmal eine partielle Lackierung in Form des Streifens vorstellen.

 

Titeltypographie

Oben rechts steht jeweils die Internetadresse des Absenders, welche so auch in Aufstellern lesbar bleibt und aufgrund der Position trotz ihrer geringen Größe gut auffällt. Weitere Informationen (beispielsweise Vorverkaufsinformationen) sind in diesem Bereich wahlweise links- oder rechtsbündig möglich. Dabei wird die gleiche Typografie verwendet, die sich nur durch eine andere Farbgebung von der Internetadresse unterscheidet. Auf CD-Covern entfällt diese Angabe generell. Auf Berichten, Broschüren und Museumspublikationen kann diese Angabe entfallen.

Klavika Bold in Versalien · Laufweite 100
Schriftgröße/Zeilenabstand DIN lang & DIN A5: 9/13,5pt · DIN A4: 12/18 pt · DIN A3: 17/25,5pt

Die Titeltypografie kann unterschiedlich ausfallen, je nach Inhalt. Möglich sind reine Titel, zweigeteilte Titel, Titelschriftzüge mit Zusatz einer Unterzeile oder einer zusätzlichen Datumsangabe. Zusätzliche Anordnungen sind möglich und müssen im Sinne der hier vorgestellten Richtlinien entwickelt werden.

Überschriften sind in der Größe variabel.
Schriftart: Klavika bold · Schriftgröße nach Bedarf · Zeilenabstand = Schriftgröße · Schriftgrundlinie in Höhe der rechten unteren Ecke

Zweigeteilte Überschriften zur besseren Strukturierung des Inhalts.
Schriftart: Klavika bold/light · Schriftgröße nach Bedarf · Zeilenabstand = Schriftgröße · Schriftgrundlinie in Höhe der rechten unteren Ecke

Überschriften mit Unterzeile.
Schriftart: Klavika bold · Schriftgröße nach Bedarf · Zeilenabstand = Schriftgröße · Schriftgrundlinie in Höhe der rechten unteren Ecke
Unterzeile: Adobe Garamond Regular · Laufweite 150 · Abstand Oberkante Unterzeile zur Schriftgrundlinie Überschrift: 1,2-fache der Versalhöhe der Unterzeile
Schriftgröße bis max. DIN A5: 12 pt, DIN A4: 17 pt, DIN A3: 24 pt
Wenn mehrzeilig: Zeilenabstand = Schriftgröße

Zusätzliche weitere Unterzeile: Klavika bold, Abstand von Oberkante bis Schriftgrundlinie der oberen Zeile: 1,5-fache der Versalhöhe dieser weiteren Unterzeile
Schriftgröße bis max. DIN A5: 9 pt, DIN A4: 13 pt, DIN A3: 18 pt
Wenn mehrzeilig: Zeilenabstand = Schriftgröße

 

Farben

Für die Anwendung des Erscheinungsbildes gibt es kein festgelegtes Farbsystem. Die Wahl der Farben sollte im Kontext zu den verwendeten Inhalten, insbesondere der Bilder erfolgen.

Eine Ausnahme bildet hier das Bachfest, das weiterhin in den bereits in der Vergangenheit angewendeten Primärfarben Blau und Gelb auftritt.


CMYK 90 | 70 | 0 | 20

RGB 34 | 75 | 143

WEB #224B8F


CMYK 0 | 9 | 90 | 0

RGB 255 | 224 | 46

WEB #FFE02E

 

Beispiele

DIN lang

 

 

DIN A5 / DIN A4 / Plakate

 

CD-Cover

 

off

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