Waltz, Sasha
Sasha Waltz
ist Choreografin, Tänzerin und Regisseurin. Sie studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 die Compagnie Sasha Waltz & Guests. Sie ist Mitbegründerin der Sophiensæle (1996) sowie des Radialsystems (2006) in Berlin. Von 1999 bis 2004 war sie Mitglied der Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz. Die Erschließung innovativer, spartenübergreifender Aufführungs- und Kreationsformen ist ein wichtiger Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit, in der sie einen Bogen schlägt von international bekannten Tanzstücken wie der Travelogue-Trilogie (1993/1995) oder »Körper« (2000) über choreografische Opern (Dido & Aeneas, 2005) und forschende Dialoge-Projekte (wie Dialoge 09 – Neues Museum) bis hin zu aktuellen Arbeiten wie SYM-PHONIE MMXX (2022) oder Beethoven 7 (2023), deren zentrales Moment die Verschmelzung von Choreografie und Musik ist. Zum 300. Jubiläum der Uraufführung inszenierte sie die Johannes-Passion (BWV 245) von Johann Sebastian Bach 2024 als eine universelle, zeitlose Erzählung über die menschliche Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Hoffnung auch jenseits ihres religiösen Ursprungs.
Für ihre besonderen Leistungen erhielt Sasha Waltz 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. (as of 2027)